Die N.A.P.-Therapie (Neuro-Orthopädische Aktivitätsabhängige Plastizität) beleuchtet die Komplexität des menschlichen Bewegungsapparates und nutzt diese für eine ganzheitliche Betrachtungs- und Beobachtungsweise.

 

N.A.P bezeichnet einen integrativen, neuroorthopädischen Therapieprozess, welcher motorische Strategien im Alltag fördert. Plastizität bedeutet in diesem Fall Veränderung oder Anpassung.

 

N.A.P.-Techniken kommen sowoohl bei neurologischer, orthopädischer und traumatologischer Rehabilitation, aber auch ganz wichtig und entscheidend in der Prävention zum Einsatz.

 

Jede Aktivität beeinflusst die Körperstrukturen und Körperfunktionen und die Klienten lernen selbst zu handeln, anstatt behandelt zu werden bzw. statt den Trainer "nur" machen zu lassen.

 

Die Erkenntnis, dass Körperstrukturen durch funktionelle Aktivität beeinflusst werden, bestimmt die methodische Vorgehensweise dieser Methode, welche Renata Horst, M.Sc Neurorehabilitation vor 20 Jahren entwickelt hat. Ich habe meine N.A.P.-Therapeuten-Ausbildung in Berlin direkt bei Renata Horat absvolviert und mit Prüfung abgeschlossen.

 

Die Hände bzw. Finger des N.A.P.-Therapeuten spielen für den Lernenden eine unterstützende Rolle. Sie werden bei dieser Methode als spezfifisches Werkezeug genutzt, um die bestmögliche, biomechanische Situation herzustellen, die unter "normalen" bzw. gesunden Umständen vom neuromuskulären System koordiniert wird.

 

Dadurch wird unser Gehirn die "Idee" einer "schmerzfreien perfekten" Bewegung vermittel und wird somit unterstützt, sie planen zu können. Dadurch kann ein erneuter Zugriff auf abgespeicherte, motorische Programme kann wiedererlangt werden.

 

Die strukurelle Therapie erfolgt vorwiegend unter der aktiven zielmotorischen Bewegung des Klienten. Der N.A.P-Therapeut verbindet manuell-therapeutische Kenntnisse und neurophysiologische Grundlagen um das motorische Lernen des Klienten zu fördern und zu verbessern.

 

Anwendung findet die Therapie nach einem Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Multiple Sklerose (MS), Parkinson, bei Gleichgewichtsstörungen, Bandscheibenproblemen, Gelenk-, Muskel-, Bandverletzungen und Frakturen, aber auch bei Schwindel, Tinnitus und Migräne und das wichtigste - auch zur entsprechenden Vorbeugung.